Signal Pilot
🟡 Fortgeschritten • Lektion 29 von 82

Plutus Flow meistern: Volumenprofil & Delta-Präzision

Lesezeit ca. 15 Min. • Signal Pilot Deep Dive
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Am Ende dieser Lektion kannst du:

  • Plutus Flow = fortgeschrittener OBV mit Trendbändern und Divergenz-Erkennung
  • OBV-Divergenzen: Kurs macht ein neues Hoch, OBV ein tieferes Hoch = Verteilung
  • Trendbänder: 3-EMA-System, ein Umschlagen der Bänder signalisiert eine Umkehr im Fluss
  • Vorgehen: OBV-Divergenz im Extrem → Umschlagen der Bänder bestätigt → Umkehr handeln
⚡ Schnelle Erfolge für morgen (zum Aufklappen klicken)

Überfordere dich nicht. Fang mit diesen drei Schritten an:

  1. Öffne das Volumenprofil in deinem Chart — Füge in TradingView oder deiner Plattform den Indikator „Volume Profile“ hinzu. Stell ihn auf die letzten 5 bis 7 Tage. Suche den POC (den Kurs mit dem höchsten Volumen). Das ist der faire Wert — dorthin will der Kurs zurück. Markiere ihn mit einer waagerechten Linie.
  2. Beobachte den POC eine ganze Sitzung lang — Beobachte, wie der Kurs reagiert, wenn er den POC berührt. Prallt er ab (Unterstützung/Widerstand) oder geht er glatt hindurch (kein Respekt)? Zähle mit: Wie oft hat der Kurs den POC heute berührt? Ist er in über 70 % der Fälle abgeprallt? Das ist dein POC-Magnet in Aktion.
  3. Finde EINE HVN- oder LVN-Zone — Sieh dir das Histogramm deines Volumenprofils an. HVN = dicke waagerechte Bereiche (High Volume Nodes = langsame Bewegung). LVN = dünne Lücken (Low Volume Nodes = schnelle Bewegung). Markiere beide. Beim nächsten Trade: an einer HVN einsteigen (starke Unterstützung), unterhalb einer LVN aussteigen (dort geht es schnell durch).

Plutus Flow vereint spitzenbereinigten OBV, CVD-Verfolgung und Volumenprofil in einem Werkzeug. Lerne fortgeschrittenes POC-Trading, Strategien für Delta-Divergenzen und komplette Volumenprofil-Vorgehensweisen.

Beispiel aus der Praxis: 5 Tage POC-Trading auf SPY – wie ein Trader mit dem Volumenprofil 5.775 $ verdiente

Hintergrund: Jordan (zusammengesetztes Beispiel), fortgeschrittener Trader mit einem 25.000-$-Konto, wollte das POC-Trading (Point of Control) mit Plutus Flow beherrschen, nachdem er über das Volumenprofil gelesen hatte. An 5 Handelstagen im Oktober 2024 nahm er 7 Trades, ausschließlich auf Basis von POC-Wanderung, CVD-Divergenz und HVN-/LVN-Marken. Hier die vollständige Aufstellung.

5-Tage-POC-Handelsjournal (SPY, 21.–25. Oktober 2024)
Mo. 21.10. – LONG +$850
Aufbau: POC bei 428,50 $, Kurs 428,30 $, CVD +14 Mio. $
Einstieg: $428.40 → Ausstieg: $430.10
POC-Abpraller: Der Kurs respektierte die POC-Unterstützung. Der CVD bestätigte die Käufer (+1,7R)
Di. 22.10. – LONG +$950
Aufbau: POC wanderte auf 429,80 $, Kurs 429,70 $, CVD +22 Mio. $
Einstieg: $429.75 → Ausstieg: $431.65
POC-Wanderung: Der POC bewegte sich von 428,50 $ auf 429,80 $ = Trendstärke (+1,9R)
Mi. 23.10. – SHORT +$1,250
Aufbau: POC 431,20 $, Kurs 433,80 $ (überdehnt), CVD −8 Mio. $
Einstieg: $433.60 → Ausstieg: $431.10
Überdehnung: 2,60 Punkte über dem POC, CVD zeigt Verteilung. Rückkehr zum Mittelwert (+2,5R)
Mi. 23.10. – LONG -$300
Aufbau: POC 431,20 $, Kurs 431,00 $, CVD −3 Mio. $ (schwach)
Einstieg: $431.10 → Stopp: $430.50
POC-Versagen: negativer CVD = keine Absorption. Der POC brach (−1R)
Do. 24.10. – LONG +$850
Aufbau: POC unverändert 431,20 $, Kurs 429,50 $, LVN 429,80 $
Einstieg: $429.60 → Ausstieg: $431.30
POC-Magnet: unter dem POC mit LVN = schnelle Bewegung zu erwarten (+1,7R)
Fr. 25.10. – LONG +$875
Aufbau: POC 431,90 $, Kurs an der HVN 431,80 $, CVD +18 Mio. $
Einstieg: $431.85 → Ausstieg: $433.60
HVN+POC: Unterstützung mit der höchsten Wahrscheinlichkeit, vom CVD bestätigt (+1,75R)
Fr. 25.10. – SHORT +$1,300
Aufbau: POC 432,50 $, Kurs an der LVN 435,20 $, CVD −11 Mio. $
Einstieg: $435.00 → Ausstieg: $432.40
LVN-Abweisung: dünnes Volumen plus negativer CVD. Rückkehr zum POC (+2,6R)
WOCHENSUMME (7 Trades, 5 Tage):
+$5,775 (+11.15R)
Trefferquote: 85,7 % (6 Gewinner / 1 Verlierer)
POC-Wanderung im Rückblick: die Geschichte der Woche

Tägliche POC-Bewegung (21.–25. Oktober 2024)

Mo. 21.10.
POC-Marke:$428.50
Veränderung:
Ausgangspunkt
Rücksetzer zum POC handeln (getan, +850 $)
Di. 22.10.
POC-Marke:$429.80
Veränderung:+$1.30
Wandert nach oben = bullischer Trend bestätigt
Rücksetzer zum neuen POC kaufen (getan, +950 $)
Mi. 23.10.
POC-Marke:$431.20
Veränderung:+$1.40
Wandert weiter = Trendfortsetzung
Überdehnt, short zum POC (+1.250 $, −300 $)
Do. 24.10.
POC-Marke:$431.20
Veränderung:$0.00
POC unverändert = Konsolidierung/Range
Rückkehr zum Mittelwert funktioniert (unter dem POC gekauft, +850 $)
Fr. 25.10.
POC-Marke:$431.90
Veränderung:+$0.70
Wanderung setzt wieder ein = Trend nimmt wieder Fahrt auf
POC+HVN kaufen (+875 $), LVN shorten (+1.300 $)

Wichtigste Erkenntnis: Mo.–Mi. = wandernder POC = Trendmarkt (MIT dem Trend auf Rücksetzer handeln). Do. = unveränderter POC = Range (Rückkehr zum Mittelwert). Fr. = der POC wandert wieder = der Trend setzt sich fort.

CVD-Divergenz: der eine Verlust, erklärt

Mittwoch, 23.10., nachmittags – der gescheiterte Long (−300 $):

14:15 Uhr
Was geschah: Der Kurs testete den POC bei 431,00 $
CVD: −3 Mio. $ (negativ)
Fehler: den CVD ignoriert und angenommen, der POC hält
14:20 Uhr
Was geschah: Long eingestiegen bei 431,10 $
CVD: −5 Mio. $ kumuliert
Fehler: ohne bestätigte Absorption eingestiegen
14:35 Uhr
Was geschah: Der POC brach, ausgestoppt bei 430,50 $
CVD: −9 Mio. $ beim Bruch
Lehre: Der POC braucht die Bestätigung durch den CVD. Keine Absorption = kein Trade

Was Jordan hätte tun sollen: Ist der CVD beim POC-Test negativ, haben die Verkäufer das Sagen. Warte, bis der CVD ins Positive dreht (Absorption), bevor du einsteigst. Der POC allein reicht nicht — du brauchst BEIDES: POC plus positiven CVD.

Das perfekte HVN-+-POC-Setup (Freitagvormittag, +875 $)

Warum das der Trade mit der höchsten Wahrscheinlichkeit der Woche war:

1. POC-Marke
Wert: $431.90
Fairer Kurs — dort wurde das meiste Volumen gehandelt
2. HVN (High Volume Node)
Wert: $431.70-$432.00
Der Kurs wurde hier zuvor angenommen = starke Unterstützungszone
3. CVD-Absorption
Wert: +18 Mio. $ in 15 Minuten
Massiver Kaufdruck = die Institutionellen nehmen das Angebot auf
4. POC-Wanderung
Wert: $431.20 → $431.90
Der POC steigt = Trendstärke bestätigt
Ergebnis: 4 Konfluenzen = ein Lehrbuch-Setup. Einstieg 431,85 $, Ziel 433,50 $, Ausstieg 433,60 $. +$875 (+1.75R) in 2 Stunden.
Positionsgröße & Risikosteuerung

Jordans Vorgehen:

  • Kontogröße: $25,000
  • Risiko je Trade: 2 % (500 $) für A-Setups (POC + CVD + HVN)
  • Risiko je Trade: 1 % (250 $) für B-Setups (nur POC)
  • Positionsgrößen: Gegenwert von 500 SPY-Anteilen (bei 430 $ = 215.000 $ Nominalwert — über Optionen erreicht, denn 4:1-Kaufkraft für Daytrading deckelt ein 25.000-$-Konto bei 100.000 $)
  • Stoppabstand: 0,60 bis 1,00 $ (1,5× ATR jenseits des POC)

Zusammenfassung der Woche:

  • 7 Trades, 6 Gewinner, 1 Verlierer = 85,7 % Trefferquote
  • Gesamtgewinn: +5.775 $ (+23,1 % Wochenrendite auf ein 25.000-$-Konto)
  • Durchschnittliches R pro Trade: +1,59R
  • Maximaler drawdown: −300 $ (1 Trade, −1,2 %)
  • Schlüssel zum Erfolg: POC-Wanderung im Blick behalten + CVD-Bestätigung + HVN-/LVN-Marken

Die Lehre: Das Volumenprofil ist nicht bloß Theorie. Der POC wirkt wie ein Magnet (in 7 von 7 Fällen lief der Kurs auf ihn zu). Der CVD zeigt, WER die Kontrolle hat (positiv = Käufer, negativ = Verkäufer). Wenn POC, CVD und HVN zusammenkommen, hast du Setups auf institutionellem Niveau. Jordans Gewinn von 5.775 $ in 5 Tagen zeigt, dass es funktioniert — wenn du die Daten respektierst.

Beispiel aus der Praxis 2: Brandons 34.000-$-Desaster „Volumenprofil-Theorie ohne Praxis“

Hintergrund: Brandon (zusammengesetztes Beispiel), seit 2 Jahren fortgeschrittener Trader mit einem 65.000-$-Konto, hat 3 Wochen lang die Theorie des Volumenprofils studiert. Auf dem Papier verstand er POC-Wanderung, HVN-/LVN-Konzepte und CVD-Divergenz. Im März 2024 fühlte er sich sicher genug, NQ-Futures AUSSCHLIESSLICH nach Plutus Flow-Signalen zu handeln. Was folgte, war eine Lehrstunde darüber, wie theoretisches Wissen ohne Mustererkennung Konten vernichtet. In 3 Wochen machte Brandon 12 Trades auf „Volumenprofil-Setups“, die jeden Grundsatz verletzten, dem Jordan gefolgt war. Sein entscheidender Fehler: Er sah die POC-Marken, ignorierte aber die Muster der POC-WANDERUNG, verwechselte HVN-Unterstützung mit LVN-Abweisungszonen und schlug CVD-Divergenz-Warnungen völlig in den Wind. Das Ergebnis: 34.350 $ Verlust auf 12 Trades bei 16,7 % Trefferquote (2 Gewinner, 10 Verlierer).

Brandons 3-wöchiges Volumenprofil-Desaster (NQ-Futures, März 2024)
4. März – Long bei 18.020 -$2,800
Fehler: Bei unverändertem POC mit negativem CVD gekauft (−42 Mio. $). Ignoriert, dass der POC nicht gewandert ist = schwache Struktur.
5. März – Long bei 17.950 -$3,100
Fehler: LVN mit HVN verwechselt. LVN = Abweisung. Außerdem ignoriert, dass der POC nach UNTEN wanderte = bärisch.
6. März – Short bei 17.820 -$4,200
Fehler: Geshortet, NACHDEM der POC nach oben zu wandern begann. Die Absorption von +68 Mio. $ CVD ignoriert.
7. März – Long bei 17.880 +$2,400
Gewinner: Endlich der Checkliste gefolgt — POC, CVD und Kursniveau passten alle zusammen.
8. März – Long bei 18.150 -$3,600
Fehler: 150 Punkte über dem POC gekauft. Die CVD-Divergenz ignoriert. Mit VERALTETEN Volumenprofil-Daten gearbeitet.
11. März – Short bei 18.200 -$5,100
Fehler: In einem Trend mit wanderndem POC geshortet. POC-WANDERUNG = Trendstärke. Gegen den Trend gekämpft.
12. März – Long bei 18.380 -$2,900
Fehler: Einen „Rücksetzer“ gekauft, aber der POC wanderte nicht = die Rallye war unecht. Die CVD-Verteilung ignoriert.
13. März – Long bei 18.280 -$3,400
Fehler: LVN mit negativem CVD = ABWEISUNG, kein Ausbruch. In die Falle gekauft.
14. März – Short bei 18.100 -$4,800
Fehler: An einer HVN mit +71 Mio. $ CVD-Absorption geshortet. Den unveränderten POC ignoriert. Am Tief geshortet.
15. März – Long bei 18.180 +$3,200
Gewinner: Die Konfluenz aus POC, CVD und HVN sauber genutzt. Alle Faktoren passten zusammen.
18. März – Long bei 18.420 -$4,100
Fehler: Einer steilen POC-Wanderung hinterhergelaufen. Die CVD-DIVERGENZ ignoriert. In die Erschöpfung hinein gekauft.
19. März – Short bei 18.250 -$5,950
Fehler: Einen POC-Rücksetzer im Aufwärtstrend geshortet. +94 Mio. $ CVD ignoriert. Konsolidierung mit Umkehr verwechselt.
SCHADEN IN 3 WOCHEN:
−34.350 $ (−52,8 % des Kontos)
Trefferquote: 16,7 % (2 Gewinner / 10 Verlierer)
Das Muster: Volumenprofil in der Theorie gegen Volumenprofil in der Praxis

Brandons Missverständnisse: was er las und was er tat

POC-Wanderung
Theorie: „Wandernder POC = Trendstärke“
Realität: Er sah die POC-Marken, ignorierte aber die Richtung der Wanderung. Kaufte, ohne zu prüfen, ob der POC steigt, fällt oder steht.
-$9,300 (2 Trades)
CVD-Divergenz
Theorie: „Der CVD bestätigt die Kursbewegung“
Realität: Er wischte die CVD-Werte beiseite. Stieg mit NEGATIVEM CVD ein, weil „der POC reicht“.
-$13,650 (3 Trades)
HVN gegen LVN
Theorie: „HVN = Unterstützung, LVN = schnelle Bewegungen“
Realität: Er verwechselte beide. Kaufte an einer LVN im Glauben, es sei eine HVN. Shortete an einer HVN im Glauben, es sei eine LVN. Verkehrte Logik.
-$11,300 (3 Trades)
POC unverändert
Theorie: „Unveränderter POC = Range-Markt“
Realität: Er ignorierte die Warnung des unveränderten POC. Dachte, „POC = Unterstützung“, ganz gleich, ob er wandert. Kaufte in eine versagende Struktur.
-$5,700 (2 Trades)
Konfluenz-Trades
Theorie: „POC + CVD + HVN = das beste Setup“
Realität: Er nutzte pro Trade nur 1 bis 2 Faktoren. Als er ALLE 3 nutzte (Trades 4 und 10), gewann er. Sonst verlor er.
+$5,600 (2 Gewinner) / -$37,050 (10 Verlierer)
Was Brandon hätte tun sollen: die Volumenprofil-Checkliste

Notbremsen-Regeln, die Brandon verletzt hat (und die ihm 31.650 $ erspart hätten)

Regel 1: die POC-Wanderung prüfen
Vergleiche vor dem Einstieg die POC-Marken der letzten 3 bis 5 Tage:
• POC steigt = Rücksetzer kaufen
• POC fällt = Erholungen verkaufen
• POC UNVERÄNDERT = nur Rückkehr zum Mittelwert
NIEMALS am POC kaufen, ohne zuvor die Wanderung zu prüfen.
Hätte die Trades 1, 2, 6, 7 und 12 verhindert
Erspart: 19.850 $
Regel 2: CVD-Bestätigung (nicht verhandelbar)
Prüfe vor JEDEM Einstieg den CVD:
• Long-Trade = der CVD MUSS positiv sein
• Short-Trade = der CVD MUSS negativ sein
• Widerspricht der CVD dem Kurs: NICHT HANDELN
CVD > Kursniveau
Hätte die Trades 1, 5, 8 und 12 verhindert
Erspart: 15.750 $
Regel 3: HVN ≠ LVN (kenne den Unterschied)
Sieh dir das Volumenprofil-Histogramm in Plutus an:
HVN: Breite Balken = Unterstützung/Widerstand
LVN: Dünne Balken = schnelle Bewegungen
Kaufe NICHT an einer LVN. Shorte NICHT an einer HVN.
Hätte die Trades 2, 8 und 9 verhindert
Erspart: 11.300 $
Regel 4: Konfluenz oder kein Trade
Steig nur ein, wenn 3 Faktoren zusammenkommen:
1. POC-Lage plus Richtung der Wanderung
2. Der CVD bestätigt die Richtung
3. HVN/LVN stützt die These
Fehlt EIN Faktor, lass den Trade aus.
Hätte 8 von 10 Verlusten verhindert
Erspart: 31.650 $
Regel 5: CVD-Divergenz = sofort raus
Wenn der CVD in einem laufenden Trade vom Kurs abweicht:
• Long-Trade und CVD fällt = SOFORT RAUS
• Short-Trade und CVD steigt = SOFORT RAUS
Eine Divergenz heißt: Deine These ist falsch.
Hätte den Verlust bei den Trades 11 und 12 verringert
Erspart: 4.200 $
Danach: Brandons Weg zurück

Unmittelbar danach:

  • Woche 4 (20.–24. März): Brandon hörte auf zu handeln und druckte Jordans 5-Tage-Journal aus. Er ging jeden Trade durch und markierte POC-Wanderung, CVD-Werte und HVN-/LVN-Zonen. Ihm wurde klar, dass er über das Volumenprofil „gelesen“, die Mustererkennung aber nie GEÜBT hatte. Er verbrachte die ganze Woche im Replay-Modus und markierte über 100 Volumenprofil-Setups, ohne zu handeln.
  • Woche 5 (27.–31. März): Brandon erstellte eine Checkliste für vor dem Trade: (1) POC-Wanderung der letzten 3 Tage, (2) CVD-Wert auf Höhe des Einstiegs, (3) HVN/LVN bestimmen, (4) Konfluenz-Punktzahl (muss 3/3 sein). Er handelte eine Woche auf Papier und protokollierte jedes Setup. Er stellte fest: Trades mit 3/3 Konfluenz hatten 71 % Trefferquote. Trades mit 1/3 oder 2/3 hatten 28 %.
  • Woche 6–8 (April): Brandon kehrte mit einem Viertel der Positionsgröße ins echte Handeln zurück (ein Konto von 30.650 $ nach den Verlusten). Er nahm NUR Trades mit 3/3 Konfluenz. In 3 Wochen machte er 8 Trades, gewann 6 (75 % Trefferquote) und holte 4.800 $ zurück (+15,7 % auf das verkleinerte Konto).
  • Monat 3–4 (Mai–Juni): Brandon baute sein Vertrauen wieder auf. Nach 20 Trades in Folge nach Checkliste erhöhte er die Positionsgröße wieder auf das normale Maß. Bis Juni hatte er 18.500 $ des 34.000-$-Verlusts zurückgeholt. Seine aktuelle Trefferquote: 68,4 % (26 Gewinner / 12 Verlierer auf 38 Trades).
  • Das System, das ihn gerettet hat: Brandon nutzt heute vor JEDEM Trade eine „3-Faktoren-Volumenprofil-Punktkarte“: (1) POC-Wanderung = +1, wenn im Trend, −1, wenn unverändert oder in die falsche Richtung; (2) CVD = +1, wenn er passt, −1, wenn er abweicht; (3) HVN/LVN = +1 bei der richtigen Zone, −1 bei der falschen. Er handelt NUR bei einer Punktzahl von +3/3. Diese eine Regel brachte ihn von 16,7 % auf 68,4 % Trefferquote.

Brandons Rückblick — Brandon ist ein zusammengesetztes Lehrbeispiel, kein Signal Pilot-Kunde, und die folgenden Zahlen dienen der Veranschaulichung:

„Ich dachte, ich verstünde das Volumenprofil, weil ich POC, HVN, LVN und CVD definieren konnte. Aber Definitionen zu kennen ist nicht dasselbe, wie MUSTER zu erkennen. Jordans Journal hat mir etwas Entscheidendes gezeigt: Er sah nicht bloß ‚POC bei 428,50 $‘ — er sah ‚der POC WANDERT von 428,50 $ auf 429,80 $ = Trendstärke bestätigt‘. Ich las Standbilder. Er las Bewegung. Der Unterschied zwischen Theorie und Praxis hat mich in 3 Wochen 34.350 $ gekostet. Mein Rat: Handle das Volumenprofil erst, wenn du 100 Setups im Replay markiert hast. Steig in keinen einzigen Trade ein, bevor du diese Fragen beantworten kannst: (1) Wandert der POC nach oben, nach unten, oder steht er? (2) Ist der CVD AUF DIESEM NIVEAU positiv oder negativ? (3) Stehe ich an einer HVN-Unterstützung oder an einer LVN-Abweisung? Wenn du nicht alle 3 in 5 Sekunden beantworten kannst, bist du nicht so weit. Ich habe das auf die harte Tour gelernt. Das Volumenprofil ist das mächtigste Werkzeug, das ich je benutzt habe — aber erst, NACHDEM ich gelernt hatte, es wie eine Sprache zu lesen und nicht wie ein Wörterbuch.“

Die Lehre: Das Volumenprofil ist keine Liste von Marken — es ist die Geschichte davon, wo Käufer und Verkäufer miteinander ringen. Die POC-WANDERUNG sagt dir, wer gewinnt (Trend = wandernder POC, Range = unveränderter POC). Der CVD sagt dir, WER GERADE JETZT die Kontrolle hat (positiv = Käufer, negativ = Verkäufer). HVN/LVN sagt dir, wo der Kurs hält und wo er abgewiesen wird. Brandons Verlust von 34.000 $ kam daher, dass er die Wörter las, aber die Geschichte übersah. Jordans Gewinn von 5.775 $ kam daher, dass er das MUSTER las. Das Volumenprofil belohnt Mustererkennung, nicht Auswendiglernen. Wenn du die POC-Wanderung nicht in 5 Sekunden siehst, handle sie nicht. Wenn der CVD deiner These widerspricht, handle sie nicht. Wenn du HVN nicht von LVN unterscheiden kannst, handle sie nicht. Konfluenz oder kein Trade. Das ist die Regel, die profitable Volumenprofil-Trader von theoretischen trennt.

Bestandteile von Plutus Flow

Bestandteil 1: spitzenbereinigter OBV

Das Problem des klassischen OBV: Eine einzelne Volumenspitze verzerrt den ganzen Verlauf.

Die Lösung von Plutus: Kappt extreme Spitzen und glättet den Verlauf, ohne das Signal zu verlieren.

Einsatz: Divergenzen erkennen (OBV steigt, Kurs fällt = bullisch).

Bestandteil 2: Cumulative Volume Delta (CVD)

Führt eine laufende Summe: Kaufvolumen − Verkaufsvolumen

  • CVD steigt: Netto-Kaufdruck (bullisch)
  • CVD fällt: Netto-Verkaufsdruck (bärisch)
  • CVD-Divergenz: Widerspruch zwischen Kurs und CVD (Umkehrsignal)

Bestandteil 3: Volumenprofil

Zeigt das Volumen AUF jeder Kursmarke (nicht über die Zeit).

  • POC (Point of Control): Der Kurs mit dem höchsten Volumen = fairer Wert
  • HVN (High Volume Node): Cluster von Unterstützung und Widerstand
  • LVN (Low Volume Node): Abweisungszonen (schnelle Bewegungen)
  • Value Area: Der Bereich, der 70 % des Volumens enthält

Fortgeschrittenes POC-Trading

Der POC als Magnet

Der Kurs zieht es zum POC (fairer Wert).

POC bei 100,00 $
Kurs bei 102,00 $ (über dem POC)

Bedeutung: Der Kurs setzt wahrscheinlich in Richtung 100 $ zurück
Vorgehen: den Rücksetzer abwarten; an der Unterstützung bei 100 $ käme ein Long infrage

POC-Wanderung

In starken Trends: wandert der POC mit dem Kurs (ein Maß für die Trendstärke).

Tag 1: POC bei 100 $
Tag 2: POC bei 101 $ (nach oben gerückt)
Tag 3: POC bei 102 $ (nach oben gerückt)

Deutung: starker Aufwärtstrend (der faire Wert steigt)
Handlung: MIT dem Trend handeln (Rücksetzer zum POC sind Kaufgelegenheiten)

POC-Abweisung = schwacher Trend

Kurs steigt von 100 $ → 105 $
POC bleibt bei 100 $ (wandert nicht)

Deutung: schwache Rallye (der faire Wert steigt nicht)
Handlung: mit einem Rücksetzer zum POC (100 $) rechnen

HVN gegen LVN im Handel

HVN (High Volume Node): Unterstützung/Widerstand

Der Kurs wurde hier angenommen = hält eher.

HVN bei 100 $ (hohes gehandeltes Volumen)
Der Kurs nähert sich von 102 $

Vorgehen: die Absorption an der HVN beobachten; hält sie, käme ein Long infrage

LVN (Low Volume Node): schnelle Bewegungen

Der Kurs wurde hier abgewiesen = hält eher nicht.

LVN bei 100 $ (dünnes Volumen)
Der Kurs bricht durch 100 $

Vorgehen: mit einer schnellen Bewegung rechnen (kaum Widerstand), die nächste HVN anpeilen

Strategien für Delta-Divergenzen

Strategie 1: bullische CVD-Divergenz

Aufbau:

  1. Der Kurs macht ein tieferes Tief
  2. Der CVD macht ein höheres Tief (weniger Verkäufe)
  3. An der Struktur kommt es zu einem Janus-Sweep
  4. Der Footprint zeigt Absorption
  5. Profis könnten bei der Umkehr einen Long in Betracht ziehen

Zu erwarten: hohe Wahrscheinlichkeit

Strategie 2: bärische CVD-Divergenz

Aufbau:

  1. Der Kurs macht ein höheres Hoch
  2. Der CVD macht ein tieferes Hoch (weniger Käufe)
  3. Der Kurs steht an einem HTF-Widerstand
  4. Erschöpfung im Footprint
  5. Profis könnten beim Bruch einen Short in Betracht ziehen

Zu erwarten: hohe Wahrscheinlichkeit

Das komplette Volumenprofil-Vorgehen

Schritt 1: den POC bestimmen

Markiere den POC in deinem Chart (Plutus zeigt ihn automatisch an).

Schritt 2: die Value Area einzeichnen

Der Bereich mit 70 % des Volumens = die angenommenen Kurse.

  • Über der Value Area: Überbewertet (Rücksetzer zu erwarten)
  • Unter der Value Area: Unterbewertet (Erholung zu erwarten)
  • Innerhalb der Value Area: Fairer Wert (Seitwärts/Konsolidierung)

Schritt 3: HVN und LVN markieren

  • HVN = wahrscheinlich Unterstützung/Widerstand
  • LVN = wird wahrscheinlich schnell durchbrochen

Schritt 4: das Setup handeln

Rückkehr zum POC:

  • Kurs weit vom POC entfernt → in Richtung POC handeln
  • Kurs an HVN + POC → Unterstützung mit hoher Wahrscheinlichkeit

Ausbruch durch eine LVN:

  • Kurs bricht die LVN → die nächste HVN anpeilen (schnelle Bewegung)

Plutus mit Janus/Volume Oracle verbinden

Plutus + Janus (die perfekte Kombination)

Janus: Sweep bei 100 $
Plutus: POC bei 100 $, CVD steigt

Deutung: Sweep am fairen Wert plus Kaufdruck
Handlung: LONG mit hoher Überzeugung

Plutus + Volume Oracle

Volume Oracle: Trendregime
Plutus: der POC wandert nach oben (100 $ → 102 $ → 104 $)

Deutung: starker Trend angezeigt
Handlung: Rücksetzer zum POC handeln

Die wichtigsten Erkenntnisse

  • POC = fairer Wert (Kursmagnet) — Der Kurs zieht es zum Node mit dem höchsten Volumen
  • POC-Wanderung = Trendstärke — Ein wandernder POC zeigt einen Trend an, ein unveränderter warnt vor einer Umkehr
  • HVN = Unterstützung/Widerstand (hält eher) — Zonen hoher Akzeptanz wirken wie Magnete
  • LVN = Ausbruchszonen (schnelle Bewegungen) — Zonen geringer Akzeptanz setzen kaum Widerstand entgegen
  • CVD-Divergenz = Warnung vor einer Umkehr — Der Widerspruch zwischen Kurs und Delta zeigt Erschöpfung an
Übung

🎯 Praxisübung: POC hält gegen POC bricht — zur Leistungsanalyse

Ziel: Ein datengestütztes Verständnis für das Verhalten des POC aufbauen, um Trades auf Rückkehr zum Mittelwert und auf Ausbrüche zu verbessern

Schritt für Schritt:

  1. Plutus Flow einrichten:
    • Aktiviere das Volumenprofil in deinem Chart (Tages- oder Sitzungsprofil)
    • Markiere den POC (Point of Control — der Node mit dem höchsten Volumen)
    • Blende den CVD ein, um das Delta zu verfolgen
  2. Verfolge die POC-Wanderung über 10 Handelstage:
    • POC an Tag 1: 100,00 $
    • POC an Tag 2: 100,50 $ oder 100,00 $? (gewandert oder unverändert?)
    • 10 Tage lang fortsetzen
  3. Teste den POC als Unterstützung/Widerstand:
    • Wenn der Kurs zum POC zurücksetzt: hält er oder bricht er?
    • Prüfe den CVD beim Test: positives Delta = Absorption (hält wahrscheinlich)
    • Negatives Delta = Erschöpfung (bricht wahrscheinlich)
  4. Halte jeden Test fest:
    • POC-Marke
    • Aus welcher Richtung sich der Kurs nähert (von oben/von unten)
    • CVD-Wert beim Test (Vorzeichen und Größe)
    • Ergebnis: hält (Umkehr) oder bricht (Fortsetzung)
    • Hypothetisches Trade-Ergebnis
  5. Berechne die Erwartung:
    • POC plus positives Delta hält = X % Erfolgsquote
    • POC plus negatives Delta bricht = Y % Erfolgsquote

Erfolgsmaßstäbe:

  • Erfasse über 10 Tage mindestens 15 POC-Tests
  • Erkenne mindestens 3 Muster der POC-Wanderung (Trend gegen Range)
  • Erreiche über 60 % Treffsicherheit bei der Vorhersage, ob der POC hält oder bricht, mithilfe des CVD

Profi-Einblick: In starken Trends wandert der POC täglich und dient auf Rücksetzern als Unterstützung (65 bis 70 % Haltequote). In Ranges bleibt der POC unverändert und wird immer wieder getestet (50:50 halten/brechen). Bestimme mit Volume Oracle zuerst das Regime und handle den POC dann entsprechend.

Das Volumenprofil zeigt, wo sich die Institutionellen positioniert haben. Handle in Richtung POC (fairer Wert), fade die LVN-Extreme (Überdehnung) und bestätige mit dem CVD. Das ist professionelle order flow-Analyse.

🎮 Teste dein Verständnis (ganz entspannt)

Der Kurs steht bei 100 $, der POC bei 102 $. Der CVD zeigt +18 Mio. $ (starke Käufe). Volume Oracle zeigt das Regime „Trend“. Wie handelst du?

A) Short bei 100 $ — unter dem POC heißt Bruch
B) Long bei 100 $ — POC-Magnet plus positiver CVD plus Trendregime = hohe Wahrscheinlichkeit für eine Bewegung auf 102 $
C) Warten, bis der Kurs den POC bei 102 $ erreicht, bevor du einsteigst
Warum B richtig ist: Der POC wirkt wie ein Magnet — der Kurs neigt dazu, sich zum fairen Wert zu bewegen. 100 $ liegen 2 Punkte unter dem POC (102 $), das ergibt ein Setup auf Rückkehr zum Mittelwert. +18 Mio. $ CVD bestätigen institutionellen Kaufdruck, der die Bewegung stützt. Das Trendregime bedeutet, dass der POC als Unterstützung wahrscheinlich hält, sobald er erreicht ist. Einstieg: 100 $, Ziel: POC bei 102 $, Stopp: 98,50 $. Das ist der Lehrbuch-Trade auf den POC-Magneten, mit 65 bis 70 % Trefferquote. Jordan verdiente mit genau diesem Setup am Donnerstag +850 $.

Du beobachtest ES-Futures. Der Kurs macht ein neues Hoch bei 5.050 $. Der CVD macht ein tieferes Hoch (+8 Mio. $ gegenüber zuvor +15 Mio. $). Der Kurs steht an einer LVN (Zone dünnen Volumens). Was sagt dir das?

A) Bullisch — das neue Hoch bestätigt den Aufwärtstrend, kauf den Ausbruch
B) Bärische Divergenz — schwächelnder CVD am neuen Hoch plus LVN = Verteilung, eine Umkehr steht bevor
C) Neutral — auf einen POC-Retest warten, bevor du etwas unternimmst
Warum B richtig ist: Das ist eine Delta-Divergenz — die klassische Falle. Der Kurs macht ein neues Hoch, der CVD aber ein tieferes = die Institutionellen machen nicht mit (Verteilung). Die Lage an einer LVN verstärkt das Risiko: Dünnes Volumen heißt schnelle Bewegungen in BEIDE Richtungen, und bei schwachem CVD ist eine Umkehr wahrscheinlicher als eine Fortsetzung. Genau das kostete Brandon 4.100 $ bei Trade 11 — er ignorierte die CVD-Divergenz und kaufte das Erschöpfungshoch. Richtiges Vorgehen: auf die Bestätigung der Umkehr warten und dann beim Strukturbruch shorten, mit Ziel an der nächsten HVN oder am POC. CVD-Divergenz plus LVN = 60 bis 70 % Umkehrwahrscheinlichkeit.

Der POC liegt bei 430 $. Der Kurs steigt in 15 Minuten von 428 $ auf 434 $ (4 Punkte über den POC). Der CVD zeigt −11 Mio. $ (Verkäufe). Das Volumenprofil zeigt eine LVN bei 435 $. Wie handelst du?

A) Long bei 434 $ — das Momentum ist stark, reite den Trend
B) Short bei 434 bis 435 $ — überdehnt gegenüber dem POC, negativer CVD, LVN-Abweisung = Rückkehr zum Mittelwert auf 430 $
C) Auf einen Ausbruch über die LVN bei 435 $ warten, um die Richtung zu bestätigen
Warum B richtig ist: Das ist Jordans Gewinntrade vom Freitag aus dem Journal (+1.300 $). Der Kurs steht über 4 Punkte über dem POC = Überdehnung. −11 Mio. $ CVD = Verteilung (die Institutionellen verkaufen in die Rallye der Privatanleger hinein). Die LVN bei 435 $ = Abweisungszone (dünnes Volumen, keine Unterstützung). Ein perfektes Setup auf Rückkehr zum Mittelwert: Short bei 434 bis 435 $, Ziel der POC bei 430 $ (fairer Wert), Stopp 436 $. Der Kurs kehrte von 435 $ auf 432,40 $ zurück, das sind 2,6R. Regel: Wenn sich der Kurs 2 bis 3 Punkte oder mehr vom POC entfernt, bei negativem CVD und an einer LVN, fade zurück zum fairen Wert. Das funktioniert in ruhigen bis unruhigen Phasen in über 70 % der Fälle.

Das ist order flow-Analyse auf professionellem Niveau. Die meisten Trader handeln blind. Du siehst jetzt, wo sich die Institutionellen positioniert haben.

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